Wichtige Daten und Fakten

  • Staatsform: Föderale Republik
  • Regierungssystem: Parlamentsgebundene Exekutivgewalt
  • Hauptstadt: Exekutive: Pretoria
  • Legislative: Kapstadt
  • Judikative: Bloemfontein
  • Amtssprache: Afrikaans, Englisch
  • Einwohnerzahl: 54.002.000
  • Fläche: 1.219.912 km²
  • Sprachen: 11 offizielle Landessprachen
  • Währung: Rand (ZAR)
  • Staatsoberhaupt: Präsident Jacob Zuma
  • Religionen: unabhängige afrikanische Kirchen (ca. 12,5 Millionen), Römisch katholische Kirche
  • (ca. 4 Millionen), Evangelisch-methodische Kirche (ca. 3,4 Millionen),
  • Anglikanische Kirche (ca. 1,9 Millionen), andere christliche Kirchen (ca. 8,3 Millionen)

Geschichte

Alles begann mit der niederländischen Kolonialzeit, als Jan van Riebeek 1652 einen Handelsschiff-Stützpunkt am Kap der guten Hoffnung errichten ließ. Nach und nach entstanden immer mehr niederländische Kolonien, da der Stützpunkt beliebt war als Raststation für Seeleute auf der Reise von Europa nach Südostasien. Der immer größer werdende Besitz führte jedoch mit der Zeit zum einen zu Konflikten mit Einheimischen und zum anderen verbreitete sich auch die Sklaverei immer mehr. So lebten Mitte des 18. Jahrhunderts deutlich mehr Sklaven in den Provinzen als Siedler.

Anfang des 19. Jahrhunderts gerieten die holländischen Kolonien in starke Geldnöte und die Briten nutzten diesen annähernden Bankrott, um das Kap zu besetzen. Im Jahre 1802 mussten sie dieses jedoch aufgrund des Friedens von Armenien wieder an die Niederländer abtreten. Doch nur wenige Jahre später eroberten sie es zurück und gründeten eine dauerhafte britische Kolonie. Als das britische Parlament 1833 die Sklaverei offiziell abschaffte, gefährdete dies die Existenz der Buren. Daraufhin wanderten sie in die umliegenden Gebiete und gründeten dort mehrere Burenrepubliken (u.a. Südafrikanische Republik und Oranje-Freistaat). Ende des 19. Jahrhunderts kam es dann, vor dem Hintergrund von Goldfunden und der damit verbundenen wachsenden Zahl europäischer Einwanderer, zum ersten Burenkrieg. In diesem konnten die Buren noch erfolgreich Widerstand leisten, unterlagen den Briten jedoch im zweiten Burenkrieg Anfang des 20. Jahrhunderts und wurden so in das britische Empire eingegliedert.

Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges erlangte die weiße Bevölkerungsminderheit unter Führung der Nationalen Partei immer mehr Macht und begann durch ein Zweiklassenrecht Apartheidsstrukturen zu festigen. Dies äußerte sich vor allem in Unterdrückung und Ausbeutung der farbigen Bevölkerung.

Während ab den 1960er Jahren der Wohlstand der weißen Bevölkerung immer weiter zunahm, wuchs die Unzufriedenheit der farbigen Bevölkerung. Mitte der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre erreichten die Proteste ihren gewaltsamen Höhepunkt, woraufhin die Regierung mit nur noch extremeren Gesetzen reagierte. Erst in den 1990er Jahren als Parteiverbote aufgehoben wurden und Nelson Mandela, als einer der bekanntesten Freiheitskämpfer, aus dem Gefängnis entlassen wurde nahm die Apartheid langsam ein Ende. Als 1994 dann zum erstem Mal freie Wahlen waren, wurde Nelson Mandela zum ersten farbigen Präsidenten Südafrikas gewählt.

Geographie

Gemäß seinem Namen befindet sich Südafrika im südlichsten Teil Afrikas. Die 2.500 km lange Küstenlinie grenzt im Westen an den Atlantik und im Süden bzw. Südosten an den indischen Ozean. Im Osten befinden sich ebenfalls Mosambik und Swasiland. Nördlich wird Südafrika von den Staaten Namibia, Botswana und Simbabwe begrenzt. Der Staat Lesotho wird von Südafrika komplett umschlossen. 

Wirtschaft

Nach Ende der Apartheit kann Südafrika durch u.a. starke Investitionen in moderne Produktionstechnologien einen großen Wirtschaftsaufschwung verzeichnen.

Heute ist Südafrika in der Lage ein breites Spektrum an Konsum und Investitionsgütern zu produzieren und die Haupt Exportländer sind dabei die USA, Deutschland, Großbritannien, Japan, und die Niederlande. Südafrika erwirtschaftet außerdem ungefähr ein Fünftel des gesamten Bruttoinlandsprodukts von ganz Afrika. Wichtig ist hierbei vor allem der Bergbau. Südafrika, welches über rund 88% der weltweiten Platinvorräte verfügt, erzielt damit, bedingt durch die Rohstoff-Nachfrage am Weltmarkt, hohe Gewinne. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Autoindustrie, da viele bekannte und große Marken, wie auch BMW oder VW in Südafrika produzieren lassen. Zuletzt trägt natürlich auch der Tourismus, mit ca. 7 Millionen Besuchern jährlich stark zur Wirtschaft bei.